
Sakrament der Versöhnung und Vergebung
Die Beichte, eines der sieben Sakramente, findet ihren Ursprung in den Worten Jesu: »Alles, was ihr auf Erden binden werdet, das wird auch im Himmel gebunden sein und alles, was ihr auf Erden lösen werdet, das wird auch im Himmel gelöst sein.« (Mt 18,18). In diesem Sakrament bekennt der Gläubige seine Sünden vor Gott und erfährt bei wahrer Reue Vergebung. Deshalb wird die Beichte auch als "Feier der Versöhnung" bezeichnet.
Die Beichte in der katholischen Kirche
In jeder katholischen Kirche gibt es einen Beichtstuhl, wo zu festgelegten Zeiten ein Priester für anonyme Beichten zur Verfügung steht. Vor der Beichte erfolgt eine Gewissenserforschung, in der das eigene Handeln reflektiert wird. Was als Versagen, Grenze oder Schuld erkannt wird, kann persönlich im Beichtstuhl oder in einem persönlichen Beichtgespräch mit dem Priester, nach Terminvereinbarung, gebeichtet werden. Dabei steht nicht die Verurteilung im Vordergrund, sondern vielmehr die Aufrichtung, Ermutigung und die Zusage der Vergebung. Für die Beichte gibt es keine formalen Voraussetzungen.

